klar

Einstellung

als Gerichtsvollzieherin/Gerichtsvollzieher


Aufgaben

Gerichtsvollzieherinnen und Gerichtsvollzieher sind als Beamte des mittleren Dienstes bei den Amtsgerichten tätig. Sie sind für Vollstreckungsaufgaben zuständig, wozu z. B.

  • Pfändungen und

  • Versteigerungen von beweglichen Sachen,

  • Zustellungen und

  • die Abnahme der Vermögensauskunft von zahlungsunfähigen Schuldnern gehören.

Die Gerichtsvollzieherin/der Gerichtsvollzieher stellt damit eine wichtige Kontaktstelle zwischen Bürger und Justiz dar. Von ihrem/seinem Geschick hängt es oft ab, ob die Justiz ihre Aufgaben erfüllen kann und die Bevölkerung, wenn sie mit der Justiz zu tun hat, in ihren berechtigten Erwartungen nicht enttäuscht wird.

Die Gerichtvollzieherin/der Gerichtsvollzieher regelt ihren/seinen Geschäftsbetrieb weitgehend selbstständig. Dazu gehört, dass sie/er an dem Amtssitz - also nicht im Gericht selbst - ein Geschäftszimmer hält und zur Unterstützung Bürohilfen beschäftigt.

Der Beruf erfordert deshalb

  • vielseitige Fachkenntnisse,

  • hohe Leistungsbereitschaft,

  • Zuverlässigkeit

  • gutes Einfühlungsvermögen und Kommunikationsbereitschaft

  • Belastbarkeit, insbesondere auch im Außendienst

  • ausgeprägte Fähigkeit zur Organisation von Arbeitsabläufen. Die Arbeit mit moderner Bürotechnik muss selbstverständlich sein.

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Zulassungsvoraussetzungen

Zur Gerichtsvollzieherausbildung kann zugelassen werden, wer

  • eine dem Gerichtsvollzieherdienst förderliche, abgeschlossene Berufsausbildung, insbesondere eine Berufsausbildung im juristischen bzw. kaufmännischen Bereich, absolviert hat und

  • sich mindestens drei Jahre in einem für den Gerichtsvollzieherdienst förderlichen Beruf bewährt hat und

  • das 40. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

In Betracht kommen Berufstätige, die in einem kaufmännisch-juristischen Berufsfeld tätig sind, z. B. Beamtinnen und Beamte der ehemaligen Laufbahn des mittleren Justizdienstes, der ehemaligen Laufbahn des allgemeinen mittleren Dienstes, Justizfachangestellte, Bankkaufleute, Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte sowie Steuerfachangestellte.

Ausbildung

Die Ausbildung dauert 18 Monate und beginnt am 1. Dezember jeden Jahres.

Bewerberinnen und Bewerber, die nicht in der Justiz beschäftigt sind und Justizfachangestellte mit Ausbildung nach altem Recht müssen zusätzlich an einem 6-monatigen Vorbereitungslehrgang teilnehmen, der am 1. Juni eines jeden Jahres beginnt.

Der 6-monatige Vorbereitungslehrgang soll einen Einblick in die verschiedenen Bereiche der Justiz vermitteln. Er umfasst fachtheoretische Abschnitte, die zentral in Hannover gelehrt werden und praktische Abschnitte bei Ausbildungsgerichten.

Die 18-monatige Ausbildung besteht aus

  • berufspraktischen Zeiten von insgesamt 10 Monaten bei einer Gerichtsvollzieherin oder einem Gerichtsvollzieher und

  • zwei theoretischen Lehrgängen von jeweils 4 Monaten. Die Lehrgänge finden in Hannover statt.

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Prüfung

Die Prüfung umfasst folgende Prüfungsteile:

  • vier Aufsichtsarbeiten am Ende des zweiten theoretischen Lehrgangs

  • eine mündliche Prüfung am Ende der letzten berufspraktischen Zeit

Besoldung

1. als Gerichtsvollzieherin/Gerichtsvollzieher

Nach erfolgreicher Ausbildung, die mit einer Prüfung abschließt, werden die Ausbildungsteilnehmer/innen zur Gerichtsvollzieherin bzw. Gerichtsvollzieher im Beamtenverhältnis auf Probe in der BesGr. A 8 Bundesbesoldungsordnung (BBesO) ernannt.

Bei Bewährung in der dreijährigen Probezeit erfolgt die Ernennung zur Beamtin bzw. zum Beamten auf Lebenszeit.

Beförderungen in die Besoldungsgruppen A 9 und A 9 mit Amtszulage BBesO sind möglich.

Neben der Besoldung nach der Bundesbesoldungsordnung erhalten Gerichtsvollzieher/innen Anteile von den vereinnahmten Vollstreckungskosten, die zum Teil der Abgeltung der Bürokosten dienen.

2. während des Vorbereitungslehrgangs und während der Ausbildung

  • Bewerberinnen und Bewerber, die nicht aus der Justiz kommen sowie Angestellte aus der Justiz

    Die zur Ausbildung im Vorbereitungsdienst zugelassenen Bewerberinnen und Bewerber werden in ein öffentlich-rechtliches Ausbildungsverhältnis eingestellt und führen für die Dauer der Ausbildung im Vorbereitungsdienst die Dienstbezeichnung „Gerichtsvollzieher-Anwärterin" oder „Gerichtsvollzieher-Anwärter".

    Auf das öffentlich-rechtliche Ausbildungsverhältnis sind die für Beamtinnen und Beamte auf Widerruf im Vorbereitungsdienst geltenden Vorschriften einschließlich der Vorschriften über Unfallfürsorge entsprechend anzuwenden; an die Stelle der Anwärterbezüge (§ 59 Abs. 2 Satz 1 des Bundesbesoldungsgesetzes in der bis zum 31. August 2006 geltenden Fassung vom 6. August 2002, BGBl. I S. 3020, zuletzt geändert durch Artikel 3 Abs. 4 des Gesetzes vom 12. Juli 2006, BGBl. I S. 1466) tritt eine Unterhaltsbeihilfe in Höhe des Tabellenentgelts der Stufe 2 der Entgeltgruppe 5 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder in der jeweils geltenden Fassung. Die Zahlung der Unterhaltsbeihilfe erfolgt jeweils zum letzten Tag eines Monats für den laufenden Monat.

  • Beamtinnen und Beamte aus der ehemaligen Laufbahn des allgemeinen mittleren Dienstes

Bewerberinnen und Bewerber, die bereits in der Justiz als Beamte beschäftigt sind, behalten während der Ausbildung und ggf. während des Vorbereitungslehrgangs ihren Status und werden dementsprechend weiter den besoldungsrechtlichen Bestimmungen entsprechend besoldet. Für Beamtinnen und Beamten aus der ehemaligen Laufbahn des allgemeinen mittleren Dienstes gelten Sonderreglungen gem. Absprache mit den abgebenden Dienststellen.

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Ihre Bewerbung

Ihre Bewerbung richten Sie bitte in der Zeit vom 1. Juli bis zum 31. Dezember des Vorjahres an das

Oberlandesgericht Celle, Postfach 11 02, 29201 Celle.

Bewerbungsunterlagen

Bewerberinnen und Bewerber, die nicht in der niedersächsischen Justiz beschäftigt sind, fügen ihrer Bewerbung zunächst folgende Unterlagen bei:

  • tabellarischen, unterschriebenen und mit Datum versehenen Lebenslauf
  • Ablichtung des Schulabschlusszeugnisses
  • Ablichtung des Berufsausbildungszeugnisses
  • Zeugnisse über die Beschäftigungen seit der Schulentlassung
  • Heiratsurkunde oder bei Ledigen Geburtsurkunde
  • Einverständniserklärung hinsichtlich der Anforderung und Einsichtnahme der Personalakten (nur Bewerberinnen und Bewerber aus dem öffentlichen Dienst)
  • Erklärung, ob die wirtschaftlichen Verhältnisse geordnet sind
  • Mehrfachbewerbungen bei Gerichten in Niedersachsen


Wer einen Eingliederungs- bzw. Zulassungsschein in Anspruch nehmen kann, wendet sich bitte zunächst an die zuständige Vormerkstelle.

Ihrer Bewerbung fügen Sie bitte auch das Formblatt "Mehrfachbewerbungen bei Gerichten im Land Niedersachsen" ausgefüllt bei.

Bitte reichen Sie Ihre Bewerbungsunterlagen ohne Bewerbungsmappen/-hüllen ein. Das erleichtert hier erheblich die Handhabung bei der Bearbeitung. In diesem Zusammenhang weise ich insbesondere darauf hin, dass die Bewerbungsunterlagen aus Kostengründen nicht zurückgesandt werden.

Ansprechpartner:

Sollten noch Fragen offen bleiben, wenden Sie sich für eine Bewerbung beim Oberlandesgericht Celle bitte an Frau Meyer (Telefon: 05141/206-216).

 

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