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Neujahrsempfang im Oberlandesgericht Celle am 11. Januar 2008

Justiz in Celle: Bewährt, erprobt, gut


Am 11. Januar 2008 fand im Oberlandesgericht Celle (OLG) der traditionelle Neujahrsempfang statt. Wie in jedem Jahr bat die Richterschaft des OLG auch die Angehörigen des höheren Dienstes der Generalstaatsanwaltschaft und die pensionierten Kolleginnen und Kollegen beider Behörden sowie die Mitglieder des Advokatenvereins Celle hierzu.

In seiner Rede hob OLG-Präsident Dr. Peter Götz von Olenhusen hervor, dass auch im neuen Jahr alle daran arbeiten werden, dass die Justiz in Celle stark und kompetent erhalten bleibt und ausgebaut wird: "Um es mit einem Schlagwort zu sagen: Justiz in Celle: Bewährt, erprobt, gut." Götz von Olenhusen betonte, dass als Reaktion auf die erhebliche Belastung der Strafjustiz, die sich im vergangenen Jahr vor allem bei den Strafkammern der Landgerichte gezeigt habe, bereits neue Stellen geschaffen worden sind. Auch für 2008 seien schon drei zusätzliche Stellen zur Verstärkung der Strafkammern im OLG-Bezirk zugebilligt worden. "Aus Sicht der Justiz kann dazu nur gesagt werden: Der beste Garant für eine wirksame Strafverfolgung ist eine verlässliche und ausreichende Personalausstattung von Gerichten und Staatsanwaltschaften." Weiter berichtete der Präsident von dem neuen Nachwuchskonzept des OLG Celle, mit dem "wir viele qualifizierte und motivierte Nachwuchsjuristen für unseren schönen Beruf begeistern können, und zwar im OLG-Bezirk Celle."

Anlässlich des gemeinsamen Treffens gab der Präsident die personellen Veränderungen der Richterschaft des vergangenen Jahres bekannt.

Es sind zwei Todesfälle zu beklagen, darunter Dr. Charlotte Sohm, die im Jahre 1969 als erste Frau zur Richterin am Oberlandesgericht ernannt wurde. Sie verstarb am 23. November 2007 im Alter von 92 Jahren. 12 Pensionäre konnten einen runden Geburtstag begehen. Aus der aktiven Richterschaft verabschiedeten sich zwei Richter in den Ruhestand. Folgende sieben Kolleginnen und Kollegen sind an das OLG Celle versetzt bzw. befördert worden:

1. Der gebürtige Bremer Dr. André Botur (43) begann seine Justizlaufbahn 1996 in Sachsen-Anhalt, bevor er ein Jahr später nach Niedersachsen wechselte. Nach einer dreijährigen Abordnung an den Bundesgerichtshof wurde er am 1. Januar 2007 zum Richter am OLG befördert und ist im 17. Zivil- und Familiensenat tätig.

2. Andreas Kohlenberg (38) trat seine Probezeit 1999 im Landgerichtsbezirk Hannover an und wurde 2002 an das Amtsgericht Nienburg verplant. Er verstärkt seit dem 31. Januar 2007 den 21. Zivilsenat, der auch Familiensenat ist.

3. Dr. Stephanie Springer (40) ist seit 1999 in der Justiz. Von 2002 bis 2006 war sie an die Vertretung des Landes Niedersachsen bei der EU in Brüssel abgeordnet. Seit dem 11. Juni 2007 übt sie am OLG neben der Tätigkeit im Senat für Tierhalterhaftung und in der Notaraufsicht das Amt der Pressesprecherin aus.

4. Dr. Götz Wettich (40) trat 1998 in den Justizdienst ein. Nachdem er zwischen 2004 und 2005 schon einmal als Mitarbeiter an das OLG Celle abgeordnet war, wurde er zum 11. Juni 2007 endgültig als Richter dorthin befördert. Neben seiner Tätigkeit im Arzthaftungssenat ist er mit Personalsachen betraut.

5. Stefan Scherrer (40) ist seit 1997 bei der Justiz. Nach mehrjähriger Tätigkeit am Amtsgericht Göttingen ist er seit 2004 bis voraussichtlich 2008 an das Niedersächsische Justizministerium abgeordnet. Dort wurde er am 27. Juni 2007 zum Richter am OLG Celle befördert.

6. Claus Bormann (37) begann seine richterliche Laufbahn 1999 beim Landgericht Göttingen. Im Anschluss an eine dreijährige Abordnung zum Bundesgerichtshof ist er seit dem 27. Juni 2007 Richter am OLG Celle und verstärkt den Vergabe- und Kartellrechtssenat.

7. Der gebürtige Bonner Bernd Jarzyk (45) ist seit 1994 in der niedersächsischen Justiz. Er wurde 2000 Direktor des Amtsgerichts Gifhorn. Seit dem 30. Oktober 2007 ist er neben seiner Tätigkeit im 19. Zivilsenat auch Leiter der Zentralstelle für amtliche Texte und Vordrucke.

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