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Emma Tiger

OLG Celle gibt Eltern Recht: „Emma Tiger“ ist zulässiger Vorname


Ein Elternpaar aus Sehnde darf seine Tochter "Emma Tiger" nennen.

Das hat der 18. Zivilsenat des Oberlandesgerichts (OLG) Celle am 29. Oktober 2004 beschlossen und das Standesamt zugleich ange-wiesen, die beiden Vornamen zu beurkunden (Az. 18 W 9/04).

Damit wurden in dem Beschwerdeverfahren zwei anders lautende Entscheidungen des Amtsgerichts Hannover und des Landgerichts Hannover aufgehoben.

Der 18. Zivilsenat sah durch die vom Standesamt verweigerte Beurkundung das Recht der Eltern auf freie Auswahl der Vornamen für ihr Kind verletzt. Der Vorname "Emma Tiger" verletze weder das deutsche Sprachempfinden noch lasse er Zweifel über das Geschlecht des Kindes bestehen. Auch sonstige Interessen des Kindes stünden der amtlichen Beurkundung nicht entgegen, weil der Name "Tiger" weder anstößig noch geschmacklos oder lächerlich sei. Spätere Diskriminierungen seien daher nicht zu befürchten.

Der Senat nahm auch Bezug auf den Fall der in den USA geborenen Tochter des deutschen Schauspielers Til Schweiger, die denselben Namen trägt. Die Berichterstattungen in den Medien über Emma Tiger Schweiger würden den Namen weiter bekannt machen und die Akzeptanz in der Öffentlichkeit vergrößern.

Presse
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